The Legacy of Baby Wrap Carriers: Africa to Europe | Sanggol

Von Afrika nach Europa: Geschichte und Vermächtnis des Babytragetuchs

Geschrieben von: Rounke Anthony

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Lesezeit 8 min

In Tradition gewickelt: Die afrikanischen Ursprünge des Babytragens und sein globales Erbe

Einführung

Babytragen – also das Tragen eines Babys nah am Körper mit einem Tuch, Babytragetuch oder einer weichen Babytrage – ist eine zeitlose Praxis, die in vielen Kulturen fest zum Elternsein gehört. Heute sind Babytragetücher und ergonomische Babytragen in Deutschland, Österreich, der Schweiz, ganz Europa sowie in Nordamerika und Australien sehr beliebt. Die Wurzeln dieser Tragekultur reichen jedoch Tausende von Jahren zurück – mit besonders tiefen Ursprüngen in afrikanischen Gesellschaften.

Auch wenn es Formen des Babytragens in verschiedenen alten Kulturen weltweit gab, gehören afrikanische Traditionen zu den frühesten und dauerhaftesten. Seit Generationen tragen Mütter und Bezugspersonen in unterschiedlichen afrikanischen Regionen ihre Babys dicht am Körper, während sie sich bewegen, arbeiten oder reisen – nicht mit speziellen Produkten, sondern mit einfachen Stofftüchern und Kleidungsstücken aus ihrem Alltag.

Was ist Babytragen – und warum nutzen Eltern ein Babytragetuch?

Im Kern geht es beim Babytragen um Nähe, Bindung und Alltagstauglichkeit. Ein Babytragetuch ist ein langes Stück Stoff, das um den Körper gebunden wird und eine sichere, anschmiegsame Trageposition für das Baby schafft. Eltern entscheiden sich für ein Tragetuch oder eine weiche Tragehilfe, weil sie:

  • das Baby körpernah tragen und Bindung, Stillen und Beruhigung unterstützen möchten,
  • im Alltag mit freien Händen beweglich bleiben wollen,
  • Neugeborene und kleine Babys ergonomisch und rückenfreundlich tragen möchten.

In vielen afrikanischen Gesellschaften war Babytragen nie ein Trend, sondern einfach der normale Weg, ein Baby zu halten – mit Alltagskleidung und Wickeltüchern, die ohnehin Teil der Garderobe waren. Heute entdecken Eltern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, im restlichen Europa, in den USA, Kanada, Australien und anderen englisch- und deutschsprachigen Regionen die gleichen Vorteile von Nähe und Sicherheit wieder – durch weiche, atmungsaktive Babytragetücher und Sling-Tragen, die von diesen lang gelebten Traditionen inspiriert sind.

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Wenn du dein Baby gern nah am Körper tragen möchtest, ist unser Sanggol® Baby Wrap Sling Carrier eine weiche, atmungsaktive Tragehilfe für Neugeborene und kleine Babys. Das elastische Tragetuch schmiegt sich an deinen Körper an und unterstützt dich im Alltag – zu Hause, beim Spazierengehen oder unterwegs.

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Ursprünge: Wie Kleidung das Tragen möglich machte

In vielen afrikanischen Regionen gehört ein Wickel- oder Umschlagtuch traditionell zur Kleidung – ein langes Stück Stoff, das um Taille, Brust oder über die Schulter getragen werden kann. Dadurch wurde kein separates „Babyprodukt“ benötigt: Derselbe Stoff konnte genutzt werden, um ein Baby sicher auf dem Rücken oder auf der Hüfte zu tragen. Manchmal wird ein zweites, kürzeres Tuch unter dem Po des Babys hindurchgeführt, um zusätzlichen Halt zu geben.

So entstand eine Trageweise, die direkt in den Alltag eingebettet war. Für viele Gemeinschaften war Babytragen viel mehr als nur eine praktische Lösung: Es war ein sichtbarer Ausdruck von Fürsorge, Verbundenheit und Gemeinschaft. Bezugspersonen konnten sich frei bewegen, arbeiten oder Wege zurücklegen – und das Baby blieb trotzdem nah am Herzen.

Anthropolog:innen gehen davon aus, dass frühe menschliche Gesellschaften zunächst Naturmaterialien wie Rinde, Leder oder Pflanzenfasern nutzten, um einfache Tragehilfen zu formen. Mit der Entwicklung von Webtechniken kamen robuste, gewebte Stoffe hinzu, aus denen Mehrzweck-Tücher entstanden. Diese frühen afrikanischen Tragepraktiken legten viele der Grundlagen, die moderne Babytragetücher und weiche Tragen bis heute prägen: Nähe, Unterstützung und Bewegungsfreiheit.

Kulturelle Unterschiede in Afrika

Die Art und Weise, wie Babys getragen werden, unterscheidet sich von Region zu Region und spiegelt die kulturelle Vielfalt des Kontinents wider:

  • Ostafrika: In Ländern wie Kenia und Tansania wird der Kanga genutzt – ein rechteckiges Baumwolltuch mit farbenfrohen Mustern und häufig einem Swahili-Spruch. Er dient als Kleidungsstück, Wickeltuch und Tragehilfe in einem.
  • Westafrika: In Staaten wie Nigeria oder Ghana wird der Pagne verwendet – ein farbintensives Stofftuch, das um den Körper gewickelt wird, um das Baby auf dem Rücken zu sichern. So entsteht eine einfache, stabile Stofftrage ganz ohne Schnallen.
  • Südliches Afrika: In Mosambik beispielsweise ist die Capulana ein Mehrzweck-Tuch, das als Kleidung, Kopftuch, bei Zeremonien – und auch zum Babytragen genutzt wird.

Diese Formen des Tragens zeigen, wie kreativ und anpassungsfähig afrikanische Gemeinschaften sind, wenn es darum geht, Kinderbetreuung in den normalen Tagesablauf zu integrieren.

Häufige Fragen zu Babytragetüchern und Babytragen

Sind Babytragetücher für Neugeborene sicher?

Ja – richtig gebunden sind Babytragetücher und elastische Tragen sehr sicher für Neugeborene. Das Gesicht des Babys sollte immer sichtbar sein, Nase und Mund frei, das Kinn nicht auf der Brust aufliegen. Die Beinchen werden in einer ergonomischen „M-Position“ gestützt, damit Hüften und Wirbelsäule gesund entwickelt werden können.

Was ist der Vorteil eines Tragetuchs gegenüber einer anderen Trage?

Ein Babytragetuch passt sich deinem Körper und der Kontur deines Babys ganz genau an. Es bietet eine sehr körpernahe, natürliche Trageweise. Im Vergleich zu einer festeren, strukturierten Babytrage mit Schnallen ist ein Tuch meist weniger voluminös und ideal für viel Hautkontakt in den ersten Monaten.

Kann ich ein Babytragetuch das ganze Jahr über nutzen?

Ja. Leichte Tragetücher aus Baumwolle oder Bambus sind in wärmeren Monaten gut belüftet. In der kühleren Jahreszeit kannst du Schichten darüber tragen oder eine Jacke über das Tragetuch ziehen. Wichtig ist, dass du sowohl deine Kleidung als auch die deines Babys an die Temperatur anpasst, damit es nicht überhitzt.

Wie lange kann ich mein Baby im Tragetuch tragen?

Solange du und dein Baby euch wohlfühlt und das Tuch korrekt gebunden ist. Viele Eltern tragen ihr Baby mit einem elastischen Babytragetuch bis etwa 6–9 Monate, manche nutzen stabilere, gewebte Tücher auch darüber hinaus. Achte immer auf die Gewichtsangaben des Herstellers.

Was ist der Unterschied zwischen Tragetuch und Babytrage?

Ein Tragetuch ist ein langes Stoffstück, das du um deinen Körper bindest – sehr flexibel und individuell anpassbar. Eine strukturierte Babytrage hat feste Gurte und Schnallen und lässt sich schneller anlegen. Tragetücher fühlen sich oft näher an traditionellen Stofftragetechniken an; Tragen mit Schnallen können praktisch sein, wenn du mehr vorgegebene Struktur bevorzugst.

Vorteile des traditionellen Babytragens

Die afrikanischen Trageweisen mit einfachen Stofftüchern – und heute auch mit weichen Babytragetüchern – bieten viele Vorteile, die inzwischen auch in der Forschung zu Bindung und kindlicher Entwicklung beschrieben werden:

  • Körperliche Entwicklung: Aufrechte, gut gestützte Tragepositionen können eine gesunde Entwicklung von Wirbelsäule und Hüften unterstützen und helfen, einseitige Druckstellen am Hinterkopf zu vermeiden.

  • Emotionale Bindung: Körpernähe stärkt die emotionale Verbindung zwischen Bezugsperson und Kind. Babys hören den Herzschlag, spüren die Atmung und lernen, ihren eigenen Rhythmus zu regulieren – ein wichtiger Baustein für Urvertrauen.

  • Alltagstauglichkeit: Freie Hände erleichtern den Alltag – beim Kochen, Einkaufen, Arbeiten im Homeoffice oder bei der Betreuung älterer Geschwister. Das Baby bleibt gleichzeitig so nah, dass du schnell auf Signale reagieren kannst.

Diese Vorteile werden heute weltweit geschätzt. In vielen Ländern haben sich daraus moderne Tragesysteme, Sling-Tragen und ergonomische Softshell-Tragen entwickelt, die direkt oder indirekt auf den Prinzipien des traditionellen Babytragens aufbauen.

Afrikanische Mutter trägt ihr Baby in einem traditionellen Stofftragetuch auf dem Rücken

Einfluss auf moderne Babytragen

Die traditionellen afrikanischen Trageweisen haben die Entwicklung moderner Tragehilfen deutlich beeinflusst. Ende der 1960er Jahre entwickelte Ann Moore, eine amerikanische Krankenschwester, den Snugli – eine Babytrage, die auf Beobachtungen von Müttern in Togo basierte, die ihre Babys mit Tüchern am Körper trugen. Ihre Konstruktion brachte das stoffbasierte Tragen in den westlichen Mainstream und machte Babytragen für viele Familien in Europa und Nordamerika sichtbar.

Heute erinnern viele Babytragetücher, Sling-Tragen und weiche Tragehilfen an diese ursprünglichen Tücher. Marken bieten elastische Tragetücher für Neugeborene, gewebte Tücher für längerfristiges Tragen und ergonomische Tragen an, die das Gewicht des Babys besser verteilen und den Rücken der tragenden Person entlasten.

Nicht nur das Baby braucht Unterstützung – dein Körper auch

Babytragen schenkt Nähe im Alltag – aber gerade in der Schwangerschaft und nach der Geburt braucht auch dein Körper guten Halt. Viele werdende und frisch gebackene Eltern kombinieren ein Babytragetuch mit einem Ganzkörperkissen, um Hüften, Rücken und Bauch beim Liegen zu entlasten.

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Kulturelles Erbe bewahren

In vielen afrikanischen Gemeinschaften ist Babytragen bis heute ein wichtiger Teil der kulturellen Identität. Die Techniken werden von Generation zu Generation weitergegeben: Großmütter, Tanten und erfahrene Mütter zeigen jungen Eltern, wie das Tuch positioniert, geknotet und kontrolliert wird, damit das Baby sicher und bequem sitzt. Muster, Farben und Arten zu wickeln können regionale, familiäre oder symbolische Bedeutungen haben.

So verbindet Babytragen nicht nur Eltern und Kind, sondern stärkt auch das Gefühl von Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Es ist ein gelebter Faden zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen älteren und jüngeren Generationen.

Moderne Wiederentdeckung und weltweite Wertschätzung

In den letzten Jahren ist das Interesse an traditionellen Trageweisen weltweit deutlich gewachsen – sowohl innerhalb afrikanischer Länder als auch in der afrikanischen Diaspora in Europa und darüber hinaus. Eltern in Deutschland, Österreich, der Schweiz, im übrigen Europa sowie in Nordamerika und Australien entdecken Babytragetücher und Tragehilfen (wieder) für sich und schätzen sie als sanfte, alltagstaugliche Unterstützung im Familienleben.

Parallel dazu haben sich wichtige Diskussionen über kulturelle Anerkennung und Wertschätzung entwickelt. Viele Eltern, Fachpersonen und Trageberater:innen betonen, wie wichtig es ist, die Ursprünge dieser Praktiken zu benennen – und Babytragen nicht als rein moderne westliche Erfindung darzustellen.

Wie das Babytragen Kontinente überquerte: Afrikanischer Einfluss in Europa

Mit der Migration afrikanischer Familien nach Europa im 20. und 21. Jahrhundert kamen viele Traditionen mit – darunter auch das Babytragen. Für afrikanische und afro-diasporische Familien in Städten in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich und anderen Ländern war das Tragen mit Tuch nie „alternativ“, sondern ein vertrauter Teil des Familienalltags.

In den letzten Jahrzehnten haben europäische Hebammen, Doulas und Elternkursleiter:innen die Vorteile dieser Trageweisen zunehmend aufgegriffen. Afrikanische Wickeltücher und Tragearten wurden sichtbarer in Parks, auf Spielplätzen und in Stadtvierteln – und weckten das Interesse anderer Eltern.

Manche Familien in Europa übernahmen weiche Slings und Tragetücher, die sich an Pagne oder Kanga orientieren, und schätzen sowohl die körperliche Nähe als auch die ausdrucksstarken Designs. Hersteller entwickelten Hybrid-Tragen, die Tragetuch-Stoffe mit Hüftgurten oder gepolsterten Trägern kombinieren, und viele Geburtsvorbereitungskurse beinhalten heute kurze Einführungen zum sicheren Babytragen.

Besonders viele Schwarze Mütter und Bezugspersonen in Europa spielen eine wichtige Rolle darin, diese Praktiken sichtbar zu machen – über soziale Medien, Workshops oder lokale Netzwerke. Indem sie anderen zeigen, wie man Babys sicher und selbstbewusst trägt, tragen sie dazu bei, das Wissen lebendig zu halten und zugleich moderne Elternschaft in Europa mitzugestalten.

Eine Tradition neu interpretiert

In Europa wird Babytragen heute oft als Teil eines bindungsorientierten, responsiven Umgangs mit Kindern empfohlen. Für viele afrikanische und afro-diasporische Familien ist es aber mehr als eine praktische Hilfe – es ist Teil einer größeren Geschichte von Identität, Widerstandskraft und Kontinuität.

Was früher half, lange Strecken zu Fuß zurückzulegen, Wasser zu holen oder auf dem Feld zu arbeiten, während das Baby sicher am Rücken ruhte, unterstützt heute Eltern in Großstädten, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Berufsalltag oder im Familienleben mit mehreren Kindern. Mit dem wachsenden Bewusstsein für Darstellung und kulturelle Herkunft entscheiden sich immer mehr Menschen bewusst dafür, Tragewissen mit Blick auf die afrikanischen Wurzeln zu erlernen.

Fazit

Die Tradition des Babytragens in Afrika ist ein eindrucksvolles Beispiel für Ideenreichtum, Fürsorge und Gemeinschaftssinn. Von den farbenfrohen Kangas in Kenia bis zu den kräftigen Capulanas in Mosambik erzählt jedes Tuch und jede Wickeltechnik eine Geschichte – nicht nur über Mutterschaft und Elternschaft, sondern auch über kulturelle Identität, Widerstandskraft und Kontinuität.

Während Babytragen sich weiter über Europa und die Welt verbreitet, lohnt es sich, an die Traditionen zu denken, die dies möglich gemacht haben. Wenn wir Babytragen dort kennenlernen, wo es seinen Ursprung hat – mit Blick auf Sicherheit, Geschichte und Kontext – tragen wir nicht nur unsere Kinder. In gewisser Weise tragen wir auch Erinnerungen und Verbindungen über Generationen hinweg weiter.


📚 Empfohlene Quelle:

The African Tradition of Baby Wearing: Its Origins and Its Benefits
👉 Hier lesen

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